Umwelttechnologe für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Funktion und organisatorische Einordnung
Der Umwelttechnologe für Kreislauf- und Abfallwirtschaft ist seit der Neuordnung der umwelttechnischen Berufe die anerkannte Berufsbezeichnung für die operative Fachqualifikation in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Im betrieblichen Facility Management kommt die Funktion insbesondere an großen Wertstoffhöfen, zentralen Sammelstellen, Zwischenlagern oder innerbetrieblichen Entsorgungszentren in Betracht. Der Umwelttechnologe nimmt Abfälle an, beurteilt sie im Rahmen seiner Fachkunde, trennt und sortiert Stoffströme, organisiert die sichere Bereitstellung und bedient geeignete technische Einrichtungen. Er dokumentiert Mengen und Bewegungen und erkennt Abweichungen, die einer fachlichen Klärung bedürfen. Die Funktion ist nicht mit dem Betriebsbeauftragten für Abfall oder dem Abfallmanager gleichzusetzen. Sie ist operativ-technisch ausgerichtet und setzt die vorgegebenen Entsorgungs- und Sicherheitsregeln praktisch um. Bei gefährlichen Abfällen, Gefahrguttransporten, chemischen Analysen oder besonderen Anlagen sind zusätzliche Qualifikationen und klare Schnittstellen erforderlich.
